Bezirksgericht Meidling

COURTROOM

Erstes Nachtgespräch

Dienstag, 3. Oktober 2017 / 21.00 Uhr

 

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Gesetz für Sterbehilfe

Da bin ich eine leidenschaftliche Befürworterin!

Die Liste Pilz will nun ein Gesetz für aktive Sterbehilfe. Ich befürworte das sehr, d.h. aber nicht, daß ich die Liste Pilz auch wähle. http://orf.at/stories/2409037/

Wie viel Leid könnte erspart bleiben und keiner müßte es dem Ludwig HIRSCH gleichtun http://www.krone.at/303448

https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13734209/Der-tragische-Tod-des-Saengers-Ludwig-Hirsch.html

Jeder Hund darf eingeschläfert werden, nur den Menschen will man unbedingt leiden lassen. Dieses Dogma werfe ich der Kirche vor.

In Österreich ist Abtreibung erlaubt, sterben aber verboten….

Auch der Schauspieler Herbert FUX sah sich gezwungen, zwecks Freitod, eigens nach Zürich zu reisen  https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Fux

https://www.christinekainz.at/2011-1/in-liebe-vergessen/

Vielleicht könnte dadurch auch ev. „Pflegemißbrauch“ verhindert oder zumindest eingedämmt werden.

https://www.christinekainz.at/2016-1/pflegemissbrauch/

Die letzte Reise http://www.ardmediathek.de/tv/Filme-im-Ersten/Die-letzte-Reise/Das-Erste/Video?bcastId=1933898&documentId=46485716

Die 5. Rosine

Die Meisenknödel hängte ich längst schon auf, und Meisen, wie auch Kleiber, fressen um die Wette, daß (ßßß😉) es eine Freude ist.

Zu meiner großen Überraschung saß dieser Tage einer der beiden Buntspechte – welche in unserer Anlage heimisch sind – auf meinem Balkongeländer und inspizierte die Lage. In aller Ruhe, als schaute er sich im Museum Bilder an… Spechte fressen nämlich auch gerne Meisenknödel, wenn sie im Winter auf „Fleischlose“ Kost umsteigen müssen.

Spatzen (Sperlinge) sind nun schon seit einigen Jahren leider keine mehr bei uns zu sehen.

Auch das Amselpärchen sah ich zuletzt Anfang dieses Jahres. Dabei hatten mir diese beiden im Winter besondere Freude bereitet. Erst kam das Weibchen und später immer nur das Männchen. Beide waren sehr zutraulich und saßen kaum eine Armlänge von mir entfernt. Von einigen Rosinen, auf den Balkon gestreut oder auf das Geländer gelegt, nahm es immer nur exakt 4 Stück, welche nach und nach im Schnabel verschwanden. Dann flog es weg. Sobald die Amsel am Balkon saß, öffnete ich und legte 4 Rosinen hin, die „verzehrt“ wurden. Selten blieb der Vogel weiter sitzen und ich legte noch 1 Rosine nach. Also die 5. Diese wurde aufgenommen und dann erst wurde weg geflogen 😊

http://www.ndr.de/ratgeber/garten/Voegel-im-Winter-richtig-fuettern,voegelfuettern100.html

28.10.2017 / Die Vogelwelt in unserer Anlage ist nun wieder in Ordnung! Heute – in der abendlichen Dämmerung – entdeckte ich eine Amsel am Balkon, die von den Meisenknödel zu Boden gefallene Körnchen aufpickte.

Ich öffnete und begrüßte die Amsel überschwänglich, hatte ich doch schon die ärgsten Befürchtungen, weil ich so lange keine Amsel sah.

4 Rosinen waren schnell geholt und der Vogel genauso zutraulich wie im Vorjahr 😊

Pflegemißbrauch Fall 11

 

Aus aktuellem Anlaß muß Fall 11 den Fällen 9 und 10 vorgezogen werden.

„Da wird einem ja angst und bang“ sagte eine mitfühlende Frau, die Fall 11 live miterlebte.

Ich fahre in einem Bus der Linie 59A. Bei der Endstelle ist Fahrerwechsel und der eine Kollege bittet den anderen, er möge in der Wilhelmstraße einem männlichen Fahrgast beim Aussteigen helfen. Und so geschieht es auch. Auch ich versuche mitzuhelfen, aber der Fahrer hat das gut im Griff.

Dieser männliche Fahrgast hat eine große Gehhilfe und eine schwere Tasche. Sein linker Vorderfuß ist nicht vorhanden und der Stumpf dick mit weißem Verband umwickelt. Ein Schutz, um diesen weißen Verband vor Schmutz zu schützen, ist nicht vorhanden. Was, wenn es regnet? Und überhaupt!

Mir läßt das keine Ruhe, weil die Situation grotesk ist, der Mann ziemlich verloren herumsteht und hilflos in seinen großen und kleinen Papieren kramt.

Ich steige aus und frage ihn, ob ich helfen kann. Er antwortet in einer mir fremden Sprache und zeigt mir seine Papiere. Aus denen werde ich in der Schnelligkeit aber nicht schlau. Ich glaube nur, herauszuhören, daß er nach Hause will. Wo er zu Hause ist, kann ich nicht eruieren.

Wegen des bandagierten Stumpfes und der Nähe eines Orthopäden, lotse ich den Mann in diese Ordination.

Mit großer Bemühung, soweit dies die Ordinationszeit zuläßt, kommt man hier wenigstens so weit, zu wissen, daß der Mann erschöpft ist und eine Nacht wo unterkommen möchte. Was tun?

Ich rufe die Polizei und bitte um Hilfe.

Eine Polizistin und ein Polizist sind schnell zur Stelle und dann beginnt sich langsam die Situation aufzuhellen.

Die Geschichte ist die: Der Mann, Kosovare, wollte vom Kosovo nach den USA (dort wohnt er!) fliegen. Am Flughafen Schwechat ist er zusammengebrochen und ins Krankenhaus Mödling gebracht worden. Dort mußte ihm der linke Vorderfuß amputiert werden.

Wie lange sein Aufenthalt im Krankenhaus Mödling war, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde er heute entlassen.

Meine Frage, warum ihn das Krankenhaus nicht mit der Rettung wohin bringen läßt, wurde beantwortet, daß die Rettung niemanden mehr wohin zurückbringt.

Nun konnte ich auch seine teils handschriftlichen Unterlagen deuten. Jemand hatte ihm aufgeschrieben. 59A Station Wilhelmstraße. Dann gabs da einen ÖBB-Ausdruck…

Ich nehme an, der Mann sollte SO zum Flughafen kommen, was ihm aber wegen Erschöpfung nicht möglich war. Und wenn er es geschafft hätte, hätten die ihn überhaupt SO mitfliegen lassen???

Die Polizisten versuchten einen Sozialdienst zu erreichen. Die machen aber um 15.00 Uhr Schluß…

Die Polizisten haben dann doch noch ein Lösung (hoffentlich) gefunden, denn diese Lösung sperrt erst um 19.00 Uhr auf.

Ein fremder behinderter Mann, in einer fremden Stadt in einem behinderten Land…

Danke an die Polizei! 🙂 

https://www.christinekainz.at/2016-1/pflegemissbrauch/

Update 27.9.2017: „Pflegeskandal: Pfleger haben weiter gearbeitet“

http://noe.orf.at/news/stories/2868728/

ZIB 2 http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/13947121/Patienten-gequaelt-Ermittlungen-gegen-Pflegeheim/14140720

 

HERBSTTAG

1. September 2017
HERBSTTAG

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

Und auf den Fluren laß die Winde los.


Befiel den letzten Früchten voll zu sein;

Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

Dränge sie zur Vollendung hin und jage

Die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


Rainer Maria Rilke 1875-1926